Revitalisierung von Klingmühl steht vor dem Abschluss

Amt Kleine Elster, den 30.03.2021

Was sperrig klingt „Revitalisierung“ ist bergbaulich so zu verstehen, dass ein Ort der abgebaggert werden sollte, zu neuem Leben erwacht. Unter diesem Begriff erwarb die Gemeinde Sallgast auf drängen von dem leider zu früh verstorbenen Siegfried Pohlan und

5 weiteren Interessenten die in ihrem alten Heimatort nach Klingmühl zurück wollten, die Gemeindefläche. Der damalige Bürgermeister Rainer Woicke war sich schnell mit Amtsdirektor Gottfried Richter einig, den Ortsteil für die Zukunft fit zu machen. Im Ergebnis der zähen Verhandlungen mit der LMBV gelang es Amtsdirektor Richter nicht nur die gewünschten Parzellen, sondern die gesamte Ortslage mit ca. 65 Grundstücken zu erwerben. Das ist und war einmalig in der Bundesrepublik, dass ein gesamtes Gemeindegebiet mit dem Ziel der Wiederbesiedlung erworben wurde. Hier gab es nichts geschenkt. Der Kaufpreis betrug damals 1,15 Mio. DM. Flächennutzungsplan, Bebauungspläne, Gefährdungsgutachten und diverse Fördermittelanträge für den Bau der Straßen und der Abwasserleitungen wurden gestellt und realisiert. Heute nach 25 Jahren sind über 90 % der Grundstücke an Bauwillige verkauft, die in Klingmühl neben den schon 137 vorhandenen Einwohnern eine neue Heimat finden werden. Nur langfristiges und zielorientiertes Vorausdenken und Handeln der damaligen Gemeindevertretung und Amtsverwaltung konnten dieses einzigartige Projekt zum Erfolg bringen.

Als Verwaltungschef bedankte ich mich für die konstruktive Mitarbeit der verschiedenen Gemeindevertretungen und den Klingmühler Einwohnern.

Bevölkerungszuwachs ist Grundlage für die Stabilität eines jeden Gemeinwesens. Den Klingmühlern ist zu wünschen, dass sich alle Bewohner zu einer lebendigen Gemeinde zusammenfinden.

 

Gottfried Richter

Amtsdirektor

 

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